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T-Com: DSL-Ausbau statt WiMAX

T-DSL-Variante „55 dB“ soll Reichweite erhöhen

Drahtlose Internetzugänge auf Basis der Funktechnik WiMAX wird es bei T-Com nicht geben. Das Unternehmen verzichtet auf die Teilnahme an der entsprechenden Frequenzversteigerung. Stattdessen will die Festnetzsparte der Telekom den Ausbau von T-DSL vorantreiben und weiteren Kunden einen Internetzugang auf diesem Weg anbieten.

In den nächsten Jahren will T-Com die DSL-Versorgung systematisch erweitern. Wie dies konkret erfolgen soll, wird aber nur in Ansätzen klar: Ein Baustein der Breitbandstrategie von T-Com sei die Nutzung der neuen T-DSL-Variante „55 dB“, mit der Anschlüsse mit einer Leitungsdämpfung von bis 55 dB erschlossen werden sollen. Bislang liegt die Grenze bei 50 dB.

Je länger die jeweilige Leitung, je höher auch die Dämpfung auf der Leitung, so dass bei einer höheren maximalen Dämpfung auch Kunden mit DSL versorgt werden können, die bislang zu weit von einer Vermittlungsstelle entfernt wohnen. Mit der Steigerung der maximalen Dämpfung von 50 auf 55 dB will die Telekom rund 200.000 zusätzlichen Kunden in Deutschland einen T-DSL-Anschluss mit einer Übertragungsrate von 384 Kilobit pro Sekunde anbieten können.

Als mögliche technische Lösung hat T-Com auch die Funktechnologie WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) erprobt und bewertet. Dabei wurden zwei Geschäftsideen verfolgt. Zum einen war der Einsatz der WiMAX-Technologie als fester Internetzugang in bisher nicht mit T-DSL versorgten Gebieten geplant. Zum anderen sollte durch den Aufbau so genannter Hot-Zones zusätzlich ein ortsungebundener, breitbandiger Internetzugang in bereits mit T-DSL versorgten Gebieten ermöglicht werden. Doch daraus wird nun nichts.

Nach „intensiver technischer Erprobung, einer eingehenden Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und der Analyse der im Oktober 2006 veröffentlichten Regeln zur Frequenzvergabe im 3,5-GHz-Bereich“, habe man sich entschieden, nicht an der anstehenden Versteigerung der Frequenzpakete teilzunehmen, teilt T-Com mit.

Zwar sei WiMAX grundsätzlich eine interessante breitbandige Technologie, im Hinblick auf bisher nicht mit T-DSL versorgte Gebiete für T-Com jedoch technisch und wirtschaftlich keine Alternative. Der für die Hot-Zones geplante großflächige Ansatz sei unter Berücksichtigung der im Konzern vorhandenen Alternative UMTS mit HSDPA vor dem Hintergrund der geänderten Auktionsbedingungen ebenfalls nicht sinnvoll.

Statt auf WiMAX setzt T-Com daher weiter auf eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen, die sich an den Investitionen zum DSL-Ausbau beteiligen sollen. Mit einigen Gemeinden hat T-Com bereits erste Vereinbarungen getroffen.

Parallel dazu will T-Com die verfügbaren Bandbreiten auch dort erhöhen, wo kein VDSL-Ausbau geplant ist. Hier setzt T-Com auf ADSL2+, um Übertragungsbandbreiten von bis zu 16 MBit/s zur Verfügung zu stellen. Rund 60 Prozent der T-Com-Kunden sollen mit dieser Technik erschlossen werden.

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